Arbeitsmedizinische Assistenz

Überblick

Eine arbeitsmedizinische Assistenz arbeitet im betriebs- oder gewerbeärztlichen Dienst, im arbeitsmedizinischen Zentrum oder in einer Berufsgenossenschaft. Sie ist vor allem für den Arbeits- und Gesundheitsschutz in einem Betrieb zuständig und unterstützt zum Beispiel Betriebsärztinnen und -ärzte, indem sie Sprechstunden oder Untersuchungen vorbereitet oder die Erste-Hilfe im Betrieb organisiert. Auch die Unterweisung der Mitarbeitenden gehört dazu. Im Ernstfall ist die arbeitsmedizinische Assistenz für die Erstversorgung zuständig, sorgt aber auch gleichzeitig dafür, dass Unfälle oder Krankheiten vorgebeugt werden. Dies geschieht beispielsweise durch eine Beratung zur Suchtprävention oder Ergonomie. Weitere Aufgaben sind die Wiedereingliederung von Menschen mit Einschränkungen im Betrieb oder verschiedene Verwaltungstätigkeiten.

Als arbeitsmedizinische Assistenz arbeiten Sie eng mit Menschen zusammen und sorgen für ihr Wohlbefinden und ihre Gesundheit. Damit tragen Sie eine hohe Verantwortung und üben gleichzeitig einen Beruf aus, der für unsere Gesellschaft unentbehrlich ist!

Inhalte

Die Weiterbildung zur arbeitsmedizinischen Assistenz ist in vier Abschnitte unterteilt. Jeder Teil umfasst 5 Ausbildungstage. Im Folgenden erhalten Sie einen Einblick in die verschiedenen Themen und Bereiche:

Teil 1

Organisation und Einrichtung betriebsärztlicher Dienste
  • Arten der Einrichtungen
  • Vorschriften
  • Persönliche Schutzausrichtung
  • Hygiene, Entsorgung, Umwelt etc.
Notfall: Erste-Hilfe
  • Betriebliches Rettungswesen
  • Organisation
  • Verbandbuch
  • Gefahrenabwendung
  • Betrieblicher Störfall etc.
EDV-Kenntnisse und Verwaltung
  • Datenerfassung
  • Terminsteuerung
  • Statistik
  • Dokumentation etc.
Medizinischer Gesundheitsschutz
  • Möglichkeiten und Grenzen betriebsärztlicher Tätigkeit
  • Medikamentenausgabe
  • Zusammenarbeit im Betrieb und mit Externen
Arbeitsmedizinische Vorsorge
  • Untersuchungsauftrag des Betriebsarztes
  • Gesetzliche Grundlagen
  • Gesundheitsaufklärung
  • Schutzvorschriften etc.

Teil 2

Das soziale Netzwerk
  • Grundlagen des Systems der sozialen Sicherung
  • Versicherungen (z. B. Kranken- oder Unfallversicherung)
  • Versicherungsträger
Berufskrankheiten
  • Berufskrankenverordnung
  • Entstehung
  • Erkennung
  • Verhütung
  • Strategien zur Bekämpfung
Rehabilitation, Krankheit und Vorschriften
  • Medizinische Reha-Verfahren
  • (Teil-)stationäre Verfahren
  • Disability Management
  • Wiedereingliederung in den Betrieb
Betreuungsauftrag für besondere Personengruppen
  • Mutterschutz
  • Jugendarbeitsschutz
  • Ältere Arbeitnehmer/innen
  • Chronisch kranke Mitarbeiter/innen
Staatliche Überwachungsfunktion
  • Aufgaben der Gewerbeaufsicht
  • Aufgaben des staatlichen Gewerbearztes
  • Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)
  • Aufgaben der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV)
Belastungen am Arbeitsplatz
  • Physische und psychische Belastungen
  • Chemische und physikalische Belastungen

Teil 3

Gefahrstoffe und biologische Arbeitsstoffe
  • Chemikaliengesetz
  • Gefährdungsanalysen
  • Epidemiologie
  • Immunkompetenz
Arbeits- und betriebspsychologische Aspekte
  • Motivation
  • Leistungsbereitschaft
  • Konzentration
  • Betriebsklima
  • Kommunikation
Betriebliches Gesundheitsmanagement
  • Betriebliche Gesundheitsförderung
  • Ethik und Verantwortung
  • Work-Life-Balance
  • Gesunde Ernährung
Ergonomie und Prävention
  • Anpassung der Arbeit an den Menschen
  • Belastungs- und Beanspruchungskonzept
  • Arbeitsplatzgestaltung
Arbeitsphysiologische Grundlagen (Teil I)
  • Physiologie und Pathophysiologie
  • (Über-)Belastung
  • Kompensationsmechanismen arbeitsbedingter Erkrankungen

Teil 4

Physiologie und Pathophysiologie (Teil II)
  • Nervensysteme
  • Bewegungskoordination
  • Reaktionsfähigkeit
  • Leistungsgrenzen
Arbeitszeit und -formen
  • Arbeitsmodelle
  • Arbeitszeitgestaltung
  • Arbeitsorganisation
  • Arbeitszeitgesetz
Betrieblicher Arbeitsschutz
  • Rechte und Pflichten des Betriebsarztes
  • Zusammenarbeit im Betrieb
  • Gefährdungsanalyse
  • Technischer Arbeitsschutz
Betriebsbegehung
  • Begehung aus technischer und arbeitsmedizinischer Sicht (Vorbereitung, Durchführung, Auswertung)
  • Gefährdungsbeurteilung nach dem Arbeitsschutzgesetz
Neuerungen im medizinischen und technischen Arbeitsschutz
  • Gesetzesvorhaben
  • Perspektiven

Voraussetzungen

Ablauf und Dauer

Die Weiterbildung zur arbeitsmedizinischen Assistenz dauert einen Monat. Sie kann entweder bequem von zu Hause aus als Online-Unterricht oder in Vollzeit als Präsenzunterricht in Berlin durchgeführt werden.

Die Unterrichtszeiten sind Montag bis Freitag von 8:15 bis 15:00 Uhr.

Finanzierung

Die Finanzierung der Weiterbildung erfolgt durch einen Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters. Auch eine Selbstzahlung ist möglich.

Abschluss

Alle Teilnehmenden erhalten nach erfolgreich absolvierter Weiterbildung ein anerkanntes, trägerinternes Zertifikat.

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